Willkommen!

Herzlich Willkommen! Erfahre alles über die spannende Epoche der Renaissance!
Posts mit dem Label Gesundheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gesundheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Masaccio



Eigentlich Tomaso di Ser Giovanni di Mone Cassai oder Tommaso di Giovanni di Simone Guidi(die Quellen geben immer andere Namensvarianten an), kam am 21. Dezember 1401 zur Welt und verstarb im Jahre. Er war bei Masolino in der Lehre und wurde im Jahre 1422 Mitglied der Malergilde. Masaccio beeindruckte mit seinen Fresken, die nicht nur Perspektiven aufwiesen sondern auch aufgrund der Farbwahl und den Lichteffekten sehr lebendig wirken. Er übernahm die Perspektivlehre von dem Architekten Brunelleschi, der diese mathematisch begründete. Weitere Anregungen für seine Techniken fand er beim Bildhauer Donatello, von ihm inspiriert verwendete er eine plastisch realistische Darstellung des menschlichen Körpers.

Mehr Informationen zu ihm:


Montag, 12. Dezember 2011

Ärzte und Heiler

Girolamo Fragcastro(1483-1553) hatte eine damals revolutionäre Theorie: die Verbreitung von Infektionskrankheiten über die Luft, in Form von unsichtbaren Partikeln.

Paracelsus(1493-1551) unterrichtete nicht wie allgemein üblich in Latein, sondern in seiner Landessprache. Zudem bezog er die Chemie in die Medizin ein und gilt damit als „Vater der Pharmakologie“.

Der belgische Arzt Andreas Vesalius (1514-1564) gilt als wichtiger Arzt der Zeit, da er die Leichen von hingerichteten Verbrechern sezierte und anhand dessen mehr anatomisches Wissen erlernte, die durch seine Veröffentlichungen einiges zur Medizin und Chirurgie betrug und die moderne Anatomie begrpndete.

Ambroise Paré (1517-1590), der schon durch Ligatur einen medizinischen Fortschritt erlangte, entfernte sogar ein Ellbogengelenk, und war ein wichtiger Pionier der modernen Chirurgie.

Gabriel Fallopius(1523-1562) arbeitete mit Vesalius zusammen und beschrieb in seinen anatomischen Werke unteranderem die Fortpflanzungsorgane sowie das Innenohr.

Hieronymus Fabricius(1537-1619) untersuchte und erforschte zahlreiche medizinische Gegenstände, unteranderem die Venenklappen.


Wilhelm Fabry von Hilden(1560-1634) wird als „Vater der deutschen Chirurgie“ bezeichnet; Durch aus berechtigt, denn er benutze glühende Messer bei Amputationen zur Blutungsminderung.

Gaspare Tagliacozzi(1546-1599), ein italienischer Medizinprofessor, führte plastische Chirurgie durch, unter anderem Nasenplastiken, Transplantate für Ohren, Zungen sowie Lippen. Jedoch wurden seine Operationen bald verboten, da sie als blasphemisch galten.


 

Chirugie

Chirurgen und Barbiere waren während der Renaissance eine gemeinsame Berufsgruppe. Die erste Sektion, also das Öffnen eines toten Körpers, wurde in Spanien 1391 belegt. Jedoch wurden Sektionen sehr selten vollzogen, meistens nicht öfter als drei Leichname im Jahr. Heinrich VIII. erlaubte vier Sektionen im Jahr, seine Tochter Elizabeth I. erlaubte 1565 die Sektion von hingerichteten Verbrechern. Um 1586 führte Gaspare Tagliacozzi Wiederherstellungen von verstümmelten Körperteilen wie Ohrläppchen durch.

 

Behandlungsmethoden

Darstellung eines Aderlasses


Der Aderlass war weit über der Renaissance hinaus eine Behandlungsmethode. Dabei konnte der Schnitt in der Nähe der zu behandelnden Partie gemacht werden. Die Stelle des Schnittes war 1514 oft diskutiert. Bei Verletzungen sowie Wunden und Amputationen würden die betroffenen Regionen mit Eisen kauterisiert. Eine Kauterisierung wird Gewebe durch eine Chemikalie zerstört um Blutungen zu stoppen. Diese Methode sollte lange Zeit angewandt werden. Ab 1500 wurden Amputation auch mit heißem Pech behandelt. Aber der französische Militärarzt Ambroise Paré führte 1552 eine neue Methode bei Amputationen ein; Ligatur, das Abbinden von Blutgefäßen. Der deutsche Arzt Wilhelm Fabry von Hilden benutze für Amputationen glühende Messer zur Verminderung der Blutungen. Nachdem 1492 Columbus Amerika entdeckte, wurden die dort neuen Heilpflanzen auch in Europa verwendet.

Allgemein wurde Theriak als Medizin verwendet, was unteranderem getrocknetes Schlangenfleisch enthielt. Der italienische Arzt Berengario da Carpi verwendet Quecksilber zur Syphilisbehandlung, welche sehr schmerzhaft und gefährlich war. Das Quecksilber wurde nämlich auf die betroffene Partie als Salbe eingerieben. Diese Methode sollte sich bald auch im restlichen Europa bewähren. 1540 empfahl Mattioli die innere Anwendung von Quecksilber, was sich durchsetzte. Aber auch Guajakholz, welches aus Amerika stammt, wurde ab 1508 für die Syphilisbehandlung verwendet. Ebenfalls als Salbe angewendet, war die Behandlung weniger schmerzhaft, aber nicht wirksamer. Dieses Holz diente auch bei der Behandlung von Wassersucht und Gicht. 1530 wurde die Pflanze Sarsaparilla in Europa eingeführt. Die getrocknete Knolle ist vielseitig anwendbar; als Brechmittel, Mittel gegen Schuppenflechte, aber auch als Gewürz. 1595 verwendete Quercetanus Calomel, ein Quecksilberchlorid, als Abführmittel, welches ab da lange Zeit dafür verwendet wurde.

 

Diagnose

Nikolaus Krebs von Kues(Cusanus) hat Pulsmessen und das Wiegen von Blut sowie Urin als Diagnosemittel angeraten.

Krankheiten

Darstellung eines Syphiliskranken von Albrecht Dürer, 1496
Epilepsie wurde zwar schon damals als Krankheit erkannt, jedoch hielt man sie für ansteckend. Im 13. Jahrhundert hatten Seefahrer das Türkische Bad nach Europa gebracht, die sich jedoch im 14.Jahrhundert mehr und mehr zu Bordellen entwickelten, was auch die Krankheitsausbreitungen begünstigt. Daher wurden die öffentlichen Bäder um 1500 geschlossen, obwohl die meisten Menschen privat keine Möglichkeit von ausreichend Wasser zur hygienischen Körperpflege hatten.

Die Renaissance ist ein Zeitalter, das stark von Epidemien und Pandemien geprägt war. 1496 bis 1500 wurde ganz Europa von einer Syphilispandemie heimgesucht. Auch Malaria verbreitete sich 1493 nach der Entdeckung Amerikas in Europa. Lepra verschwand im 16.Jahrhundert zusehends aus Europa, während 1501 sich Typhus pandemisch über Europa und 1510 die Grippe.

Das gesamte 16.Jahrhundert wurde neben Typhus auch Diphterie(1583-1600 in Spanien) und Pocken sowie Geschlechtskrankheiten geprägt. Aber auch Skorbut als Seemannskrankheit war durch die vielen langen Seereisen sehr verbreitet. In den 1520er erkannten die Ärzte, dass Syphilis, die sowieso als Ausdruck von Sünden angesehen war, durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Die drei große europäischen Grippepandemien fanden 1562-1568, 1574-1577 und 1580-1582 statt. 1591 wurde Europa von einer Pestpandemie heimgesucht.

 

Gesundheitswesen

Um 1400 wurde in Mailand ein ständiger Gesundheitsausschuss ein. Kurz vor 1600 beginnt eine akademische Revolution, indem Wissenschaftler nun nach dem „Wie“ und nicht mehr nach dem „Warum“ fragen.

 

Medizin und Gesundheit

Ab 1400 wurde die anatomische Lehre der Antike wiederbelebt. Auch wenn im 16.Jahrhundert das Weltbild durch Aberglaube und Mystik geprägt war, verbreiteten sich zusehends aufklärerische Gedanken, ebenfalls in der Medizin.


Sonstiges
aus Rösslins Handbuch für Hebammen: Roszgarten, 1513     aus Rösslins Handbuch für Hebammen: Roszgarten, 1513
aus Rösslers Handbuch für Hebammen: Roszgarten, 1513
1429 bekam die Grocers Company, die Vorläuferin der Apothekenvereinigung, erhielt in England die staatliche Anerkennung. Im 15. Jahrhundert wurde in Spanien Blattgold als Zahnfüllung verwendet. Am Anfang dieses Jahrhunderts wurden die ersten Anstalten für Geisteskrankheiten geöffnet. 1570 unterscheidet der Schweizer Felix Platter zwischen verschiedenen psychischen Störungen. 1550 verschreibt Holerius eine Brille für Kurzsichtigkeit.

 

Geburten und Gynäkologie 
 In Belgien wurde die erste Überlieferung von Vorschriften für Hebammen 1424 festgehalten. 1452 wurde in Regensburg das erste Hebammenbuch veröffentlicht, das die Tätigkeit der Geburtshelferinnen regelte. Der Beruf der Hebamme war Frauen vorbehalten, der Versuch eines Mannes, Dr. Wertt, Geburtshilfe zu studieren endete für ihn auf den Scheiterhaufen.